Einladung der Initiative „Nein zum Krieg! Solidarität mit Afrin!“

Kundgebung am Samstag 27. Januar mit ca. 100 TeilnehmerInnen auf dem Vorplatz des Mannheimer Hauptbahnhofs

Einladung der Initiative „Nein zum Krieg! Solidarität mit Afrin!“ zur Besprechung weiterer Aktionen.

Das nächste Treffen „Nein zum Krieg! Solidarität mit Afrin“ findet am 30.01. um 19:00 Uhr in der Pestalozzistr. 22, DIDF, zur Besprechung weiterer Aktivitäten in Mannheim statt. Alle sind eingeladen, die Aktionen zur Solidarität mit Afrin und gegen den Krieg unterstützen.

Seit dem 20. Januar greift die Türkei mit Truppen, mit Kampfjets und Panzern die kurdische Enklave Afrin im Norden Syriens an. In der Region Afrin leben etwa eine Million Menschen. Dorthin sind auch hunderttausende Flüchtlinge innerhalb Syriens geflohen. Sie werden verteidigt von den Verbänden der kurdischen YPG. Viele zivile Opfer sind bei der türkischen Invasion zu befürchten.

Die Frauen und Männer der kurdische YPG haben mit Luftunterstützung der USA erfolgreich den IS bekämpft. Sie haben den dschihadistischen Terror in Kobanê besiegt und die syrische Stadt Raqqa vom Terror-Kalifat befreit.

Es sprachen Vertreter von DIDF, Mannheimer Friedensplenum, attac, Austehen gegen Rassismus und die Mannheimer Bundestagsabgeordnete der LINKEN Gökay Akbulut.

Der vom türkischen Autokrat Erdoğan lange vorbereitete Angriff zielt auf die Zerschlagung der mit allen BewohnerInnen verschiedenster Herkunft in der Region entwickelten demokratischen Selbstverwaltung und der garantierten Gleichberechtigung der Frauen sowie auf die Kontrolle der syrischen Grenzregion zur Türkei.

Der NATO-Verbündete Türkei operiert in diesem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Afrin gemeinsam mit den islamistischen Terrormilizen in der Region. Es ist eine Schande, dass die Großmächte und die regionalen Einflussstaaten die Menschen in Afrin fallengelassen haben. Deutsche Leopard-2-Panzer kommen in Afrin zum Einsatz. Dass die deutsche Bundesregierung mit dem türkischen Gewaltherrscher paktiert und sein Krieg mit deutschen Waffenlieferungen unterstützt wird, tritt Menschenrechte mit Füssen und verstößt auch gegen deutsche Gesetze und gegen das Grundgesetz.

Wenn Erdoğan die kurdische Enklave Afrin in Syrien zerstören sollte, dann droht ein weiterer Krieg in Syrien mit zahlreichen Menschenrechtsverbrechen.

  • Wir fordern, dass die Bundesregierung diesen Krieg eindeutig verurteilt und jegliche Beihilfe auch über NATO-Strukturen einstellt.
  • Wir fordern den sofortigen Rückzug der türkischen Armee und aller ihrer islamistischen Söldnermilizen.
  • Wir fordern den sofortigen Stopp aller deutschen Rüstungsexporte in die Türkei.
  • Wir fordern einen endgültigen Stopp aller Pläne, türkische Panzer durch den Rheinmetallkonzern zu modernisieren.

Syrien braucht Frieden und Demokratie. Die Kurdinnen und Kurden in Syrien brauchen heute unsere Anerkennung und Solidarität.

Mit diesem Aufruf fand am Samstag, 27.1.2018, 12:00h, Mannheim, vor dem Hauptbahnhof, eine Kundgebung statt, sie wurde unterstützt von:

attac Mannheim, Aufstehen gegen Rassismus Rhein-Neckar, DIDF-Mannheim, DIE LINKE Mannheim, DIE LINKE Ludwigshafen, FAU Mannheim, Friedensplenum Mannheim, Kurdisches Gesellschaftszentrum, Linksjugend [‘solid] Mannheim

 

Das könnte Dich auch interessieren...