Ein offenes Wort zum Thema Erststimme bei der Bundestagswahl am 24. September

Grafik: Bundeswahlleiter

Bei der Bundestagswahl im September hat jeder Wähler und jede Wählerin zwei Stimmen, die er vergeben kann. Mit der „Erststimme“ wählt er einen Kandidaten aus seinem Wahlkreis (die „Zweitstimme“ entscheidet über die prozentuale Sitzverteilung im Bundestag). Die Person, die die meisten Erstimmen im Wahlkreis erhält, gewinnt das Direktmandat für den Bundestag. Da es in Deutschland insgesamt 299 Wahlkreise gibt, können sich auch ebenso viele Abgeordnete über die Erststimme ihren Platz in Berlin sichern. Durch dieses Prinzip wird sichergestellt, dass jeder Wahlkreis im Bundestag vertreten ist.

Wer in Mannheim effektiv verhindern will, dass der in der Immobilienbranche tätige CDU-Kandidat die nächsten vier Jahre unsere Stadt in Berlin vertritt, muss Stefan Rebmann wählen. Jede Erststimme an Kandidaten anderer Parteien (z.B. Grüne oder Linke) ist eine verschenkte Erststimme, die unter dem Strich nur dem CDU-Kandidaten zu Gute kommt.

Stefan Rebmann, Direktkandidat der SPD für den Wahlkreis Mannheim (Bild: SPD)

Das kann man sich ganz einfach ausrechnen: Bei der letzten Bundestagswahl wurde Prof. Dr. Egon Jüttner (CDU) mit 53.819 Erststimmen in Mannheim direkt in den Bundestag gewählt (siehe Grafik). Als „Erstunterlegener“ (Begriff des Bundeswahlleiters) erhielt Stefan Rebmann (SPD) 43.736 Erststimmen in Mannheim. Ihm folgte Dr. Gerhard Schick (Grüne) mit 16.544 Erstimmen als „Zweitunterlegener“ und danach Michael Schlecht (Die Linke) mit 8.951 Erststimmen als „Drittunterlegener“. Zusammen sind dies 69.231 Erstimmen; deutlich mehr Erstimmen als der CDU-Mann erzielte. Da bei Wahl des Wahlkreisabgeordneten das Mehrheitswahlsystem gilt, müssen die Wähler*Innen von Rot und Grün wissen, mit welcher Wirkung sie ihre Erststimme einsetzen. Also, lieber vorher rechnen als hinterher klagen!

Übrigens: Dr. Gerhard Schick steht auf Platz 4 der Landesliste der Grünen, Gökay Akbulut auf Platz 3 der Landesliste der Linken. Damit dürften beide mit großer Sicherheit über ihre jeweilige Landesliste in den nächsten Bundestag (wieder) einziehen.

(Mathias Kohler, Vorsitzender SPD-Ortsverein Neckarau-Almenhof-Niederfeld)

Das könnte Dich auch interessieren...