NPD-Stadtrat Hand in Hand mit der AfD [mit Bildergalerie]

Ludwigshafen. Anlässlich einer Wahlkampfveranstaltung am 30.08.2017 besuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Industriestadt Ludwigshafen am Rhein. Rund 1.500 Menschen besuchten die Veranstaltung, die von starken Polizeikräften gesichert wurde, auf dem Theaterplatz. Etwa 20 Personen protestierten mit selbstgefertigten Plakaten (z.B. „Merkel muss weg“ oder „Schleuserin Merkel -> Staatsanwalt“), Trillerpfeifen und AfD-Flugblättern lautstark gegen die Parteiveranstaltung und die Kanzlerin sowie weitere anwesende PolitikerInnen. In erster Reihe der Rechtsaußenpartei-AnhägerInnen skandierte gemeinsam mit ihnen das NPD-Mitglied und Mannheimer Stadtratsmitglied Christian Hehl diffamierende Schmähparolen der untersten Kategorie.

Dies ist ein weiterer Beleg dafür, dass die AfD keinerlei Berührungsängste hat, auch mit vorbestraften NPD-Politikern öffentlich aufzutreten. Der aus Ludwigshafen stammende Hehl schien sich im Kreise der Schreiprotestierenden sichtlich wohl zu fühlen. Der Versuch der Protestierenden, die blauen Flugblätter unters Volk zu bringen, misslang unseren Beobachtungen zufolge deutlich. Nicht wenige Exemplare wurden von BesucherInnen der CDU-Veranstaltung unmittelbar in Mülltonnen entsorgt.

Die AfD-Gruppe wurde von der polizeilichen Einsatzleitung sowie Beamten in Zivil und Uniform permanent beobachtet, einige Personen aus diesem Spektrum auch kontrolliert. Es fiel dem kritischen Beobachter auch auf, dass während der gesamten Veranstaltung ein AfD-Fahrzeug mit Wahlpropaganda seine Kreise um den Theaterplatz zog. Was diese Maßnahme bezwecken sollte, bleibt fraglich. Reine Provokation? Zur Reduzierung der Feinstaubbelastung hat sie keinesfalls beigetragen. Zu weiteren Vorfällen kam es bei der ansonsten friedlich verlaufenden Veranstaltung nicht.

(Christian Ratz)

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