Nun doch ein Schritt in Richtung „Party-Linie“

Thomas Trüper – Manchmal dauert’s länger: Zum Fahrplanwechsel am 13.12.2015 hat die RNV eine Forderung der LINKEN von März 2014 teilweise umgesetzt. Es handelt sich um die Nahverkehrsanbindung der Party-Meile Industriestraße in den Nachtstunden. Die Industriestraße wird jetzt von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sontag sowie vor Feiertagen zwischen 1 Uhr und 6 Uhr von der Linie 60 im Stundentakt angefahren. Dort gibt es drei neue Haltestellen, die in dieser Zeit die Haltestellen längs der Untermühlaustraße ersetzen. Genau diesen Party-Bypass für die Nachtstunden hatte die Linke in einem Antrag (A014/2014) gefordert. In der Diskussion im zuständigen AUT hatte die Verwaltung jedoch zunächst nur etwas von Ruf-Taxis erzählt.

Damals wurde viel über die Nahverkehrssituation zwischen Uni und Jungbusch diskutiert, nachdem eine litauische Gaststudentin auf einem Fußweg in dieser Region ermordet worden war. Ergebnis damals: Die Linie 60, die zwischen 23.21 Uhr und 01.01 Uhr keine Fahrt zwischen City / Uni und dem Jungbusch vorsah, füllte diese Lücke auf. Nach 1 Uhr gab es dann aber keine Anbindung mehr.

DIE LINKE hatte die Bedienung der Linie täglich bis 3 Uhr morgens gefordert. Dies hatte auch den Hintergrund, dass die an der Linie liegenden Studentenwohnheime (1.700 Wohplätze) im Herzogenried nach Semesterbeginn regelmäßig Studenten verlieren, die zwischenzeitlich zentralere Wohnmöglichkeiten gefunden haben, was den angespannten Mietwohnungsmarkt nicht gerade entspannt. Man fühlt sich als Student im Herzogenried leicht „abgehängt“. Diese Verlängerung des Nachtverkehrs steht auch jetzt noch aus.

Die von der LINKEN geforderte „Studi- und Party-Linie“ ist nun jedoch wenigstens am Wochenende umgesetzt. Der „angeheiterte“ Heimkehrer-Verkehr aus der inzwischen fest etablierten Party-Meile Industriestraße stellt für die AnwohnerInnen der Verbindungsstraßen zur Waldhofstraße (Straßenbahn) nachts eine Belastung dar. Der Bus kann hier für Abhilfe sorgen und gleichzeitig für einen sichereren Transport der Party-Gäste. Und dass diese Linie dann an den Studierendenwohnheimen von Jungbusch bis Herzogenried vorbeifährt, ist ausgesprochen günstig.

Nächstes absehbares Problem könnte nun die „Lärmbelästigung“ für die AnwohnerInnen des CetroVerde werden. Diese hatten sich bereits gegen den Normal-Verkehr längs der Straße An der Radrennbahn erfolgreich zur Wehr gesetzt.

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