Produktion bei Bombardier bleibt

Produktion bei Bombardier Mannheim bleibt erhalten – Arbeitsplätze in Mannheim gesichert – Ergebnis nach mehrstündigen Verhandlungen

D87213_Warnstreik Bombardier_09.04.2013

Beschäftigte von Bombadier bei einem Warnstreik

IG Metall Mannheim – Die IG Metall hat sich am 26. November nach mehrstündigen Verhandlungen mit dem Management von Bombardier vorbehaltlich der Gremienzustimmung auf die Erhaltung des Mannheimer Produktionsstandorts geeinigt. Im Gegenzug wurden tarifvertragliche Abweichungen vereinbart.

Bombardier hatte Anfang Juli 2015 angekündigt, die Produktion am Standort Mannheim zu schließen und die für Mannheim geplanten Produktionsaufträge nach Trapaga zu verlagern.

Nach ausführlichen Beratungen im Wirtschaftsausschuss und der Erstellung eines Gegenkonzepts durch die Arbeitnehmerseite, hatte die Arbeitgeberseite die Schließungsabsicht bekräftigen wollen. Daraufhin bot die IG Metall an, über Abweichungen zu sprechen.

Nach langen Verhandlungen haben sich IG Metall und Management am 26.11. auf Eckpunkte einer Vereinbarung geeinigt. Diese wurden heute den Beschäftigten in einer Betriebsversammlung vorgestellt. Das Ergebnis steht bis zum 11.12.2015 unter Vorbehalt der Zustimmung der Mitglieder der IG Metall bei Bombardier in Mannheim sowie der weiteren Gremien der IG Metall. Außerdem muss die Konzernleitung von Bombardier zustimmen. Ferner wird das Ergebnis ausführlich im Betrieb diskutiert.

Kern der Vereinbarung ist die Sicherung des Produktionsstandorts bis mindestens zum 31.03.2019. Betriebsbedingte Beendigungskündigungen dürfen in dieser Zeit in diesen Bereichen nicht ausgesprochen werden. Bei einer Kündigung durch die Arbeitgeberseite wer-den die abweichenden Vereinbarungen sofort ausgesetzt und wider auf Flächentarifvertragsniveau angehoben.

Die Leistungszulage aller Beschäftigten bei Bombardier am Standort Mannheim wird um 2,5 Prozentpunkte abgesenkt. Zukünftige Tariferhöhungen werden weitergegeben (Entgelttarifverträge laufen zum 31.03.2016 aus), die diesen Verlust abfangen sollen.

Die Beschäftigten, die direkt von der Schließung bedroht waren, müssen außerdem ab dem 01.01.2016 39 Stunden pro Woche arbeiten, ab dem 01.01.2017 beträgt die wöchentliche Arbeitszeit 38,5 Stunden.

“Unter den gegeben Umständen stellt die getroffen Vereinbarung einen schmerzhaften aber vertretbaren Kompromiss für uns dar, den wir getroffen haben, um die Beschäftigung hier mittelfristig zu sichern.” sagt Klaus Stein, Verhandlungsführer und 2. Bevollmächtigter der IG Metall Mannheim zu diesem Kompromiss. “Jetzt müssen die Mitarbeiter darüber entscheiden”, so Stein.

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