Elektrohandwerk: IG Metall erreicht nach Warnstreiks ein Tarifergebnis

Zur 3. Tarifverhandlung im Elektrohandwerk reisten am 11. Juni 250 Kolleginnen und Kollegen zu einer Warnstreikaktion nach Sindelfingen, darunter auch ein Bus mit Kolleginnen und Kollegen aus Mannheim.

Anlässlich der 3. Tarifverhandlung in der laufenden Tarifrunde im Elektrohandwerk Baden-Württemberg reisten mehrere hundert Kolleginnen und Kollegen nach Sindelfingen, um dort lautstarken Protest zu äußern und den notwendigen Druck auf die Arbeitgeber zu erzeugen. In den Verhandlungen der IG Metall mit dem Fachverband Elektro- und Informationstechnik konnte schließlich ein Tarifergebnis erzielt werden.

Die rund 60 000 Beschäftigten im Elektrohandwerk Baden-Württemberg erhalten ab 1. Juli 2015 drei Prozent mehr Lohn und Gehalt. In einer zweiten Stufe werden die Einkommen ab dem 1. Juli 2016 um weitere 2,4 Prozent erhöht. Die Auszubildenden erhalten überproportional mehr. Ab Juli 2015 werden die Ausbildungsvergütungen um 30 Euro je Ausbildungsjahr angehoben, ab Juli 2016 um weitere 20 Euro. Der neue Tarifvertrag läuft bis 30. April 2017. Die Tarifparteien verständigten sich außerdem darauf, dass zu den Themen Montageabkommen und Altersteilzeit Gespräche aufgenommen werden. Für Azubis kann künftig ein Arbeitszeitkonto eingeführt werden.

Auch aus Mannheim kam Unterstützung bei der Warnstreik-Aktion. Die KollegInnen von Volz Elektrotechnik, R+S Solutions und Imtech nahmen an der Kundgebung teil.

In den ersten beiden Verhandlungsrunden waren Arbeitgeber und IG Metall zu keinem Ergebnis gekommen. Neben einem Schmalspur-Angebot beim Thema Entgelt hatten die Vertreter des Arbeitgeberverbands zwei weitere große Themenblöcke geäußert, bei denen sie noch Zugeständnisse der Arbeitnehmer erwarteten.

Pressemitteilung der IG Metall Mannheim

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